Bumerang-Firmen

Viele Unternehmen schätzen ihre ehemaligen Mitarbeiter und bauen so für zukünftige Personalentscheidungen vor.

Kaum ein Unternehmen kann sich den Weggang geschätzter Mitarbeiter leisten. Viele Firmen pflegen deshalb den Kontakt zu ihren Ehemaligen, manche sogar mit großem Aufwand. Ex-Mitarbeiter haben schließlich einige Vorteile zu bieten, wenn es um die Besetzung von Stellen geht: Sie sind vertraut mit dem Unternehmen, seinen Strukturen, seiner Kultur. Ihre Einarbeitung gestaltet sich wesentlich kürzer und einfacher.

Bumerang-Mitarbeiter können ein echter Gewinn sein. Sie setzen neue Impulse und bereichern mit ihrer Arbeitserfahrung die neue alte Arbeitsumgebung. Gründe für eine Rückkehr können dabei sehr unterschiedlich sein. Manche Mitarbeiter erkennen erst mit einigem Abstand, was sie an ihrem ehemaligen Arbeitsplatz hatten – anderswo wird eben doch auch nur mit heißem Wasser gekocht.

In Zeiten verstärkten Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt erkennen auch immer mehr Arbeitgeber die Wichtigkeit einer attraktiven Marke, setzen verstärkt auf Employer Branding und locken so Ex-Kollegen wieder zurück. Manche bauen sogar Alumni-Netzwerke auf, um ganz gezielt Kontakt mit Ehemaligen zu halten.

Derzeit führend bei den Bumerang-Firmen, laut einer Untersuchung des Karriereportals Linkedin, sind übrigens Siemens – hier kommen 3 von 100 Mitarbeiter wieder –, SAP und Daimler. Die deutsche Automobil-Industrie kann allgemein recht viele Bumerang-Mitarbeiter aufweisen; hier kehrt etwa einer von 25 ehemaligen Mitarbeitern zurück.

Farbecht
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